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Gender - Chancengleichheit im Arbeitsleben

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Zahlen und Fakten zur Chancengleichheit von Frauen und Männern im Arbeitsleben

Männer verdienen immer noch mehr als Frauen

Das Einkommen von Frauen in Deutschland liegt immer noch deutlich unter dem der Männer. In Westdeutschland verdienen Frauen in der Privatwirtschaft im Durchschnitt 23 Prozent weniger, in Ostdeutschland etwa 13 Prozent. Daran hat sich in Westdeutschland in den letzten 50 Jahren wenig geändert. Der Aufholprozess ist in den vergangenen Jahren sogar ins Stocken geraten. In Ostdeutschland geht die Einkommensschere wieder auseinander.

Anhaltende Bildungserfolge der Mädchen - mehr Jungen ohne Abschluss

Mädchen haben heute in der Schulausbildung größere Erfolge als Jungen. Kehrseite: Jungen sind bei Schulabgängern ohne Abschluss inzwischen deutlich überrepräsentiert.

Frauen - Männer: große Unterschiede bei der Berufswahl

Mehr als die Hälfte der jungen Frauen beschränken sich bei der Berufswahl auf nur zehn Ausbildungsberufe. Sie münden dabei vor allem in Berufe, die einen sehr hohen Frauenanteil haben. Bei den jungen Männern sind es nur gut ein Drittel, die sich lediglich auf zehn Berufe festlegen.

Mehr erwerbstätige Frauen durch Teilzeitarbeit

Die Frauenerwerbstätigkeit hat in den 1990er Jahren zugenommen. Dieses geht allerdings allein auf mehr Teilzeitbeschäftigung zurück - die Zahl der Frauen mit Vollzeitjobs ist gesunken. Unter Männern ist hingegen Teilzeitarbeit nicht weit verbreitet. In Deutschland arbeiteten 2008 46 Prozent der abhängig beschäftigten Frauen, aber nur 9 Prozent der Männer in Teilzeit.

Führungspositionen - Frauen nur selten an der Spitze

Frauen sind in Führungspositionen weiterhin selten. Mit steigender Position sinkt der Frauenanteil. Dies gilt für Entscheidungspositionen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Arbeitslosenquoten von Männern und Frauen nahezu identisch

Die Arbeitslosenquoten von Männern und Frauen haben sich mittlerweile angeglichen. Lange Zeit waren Frauen, insbesondere im Osten, eher arbeitslos als Männer. Seit 2000 stieg aber das Risiko für Männer ohne Job dazustehen überproportional, so dass nun beide Werte fast identisch sind.

Frauen ärmer als Männer

Frauen sind öfter arm als Männer. Der Abstand zwischen beiden Geschlechtern hat sich in den letzten Jahren jedoch verringert. Alleinerziehende - zumeist Frauen - sind besonders häufig von Armut betroffen: über ein Drittel von ihnen gilt als arm.

Renten der Frauen deutlich niedriger

Frauen beziehen deutlich geringere - eigenständige - Renten als Männer. Im Westen sind diese etwa halb so hoch wie jene der Männer, im Osten etwa zwei Drittel.

Landkarte der Chancengleichheit

Der Gender-Index misst die Chancengleichheit oder -ungleichheit von Frauen und Männern in Ihrer Region. Er ist das erste bundesweite Messinstrument zum regionalen Vergleich der Gleichbehandlung von Frauen und Männern.