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Berufswahl: Der Schulabschluss entscheidet
Der Schulabschluss entscheidet darüber, in welchem Beruf Jugendliche eine Ausbildung finden.
Rund 43 Prozent der Jugendlichen mit Hauptschulabschluss werden in nur zehn Berufen ausgebildet. Sie lernen vor allem ein Handwerk.Zu den Top Ten gehören Friseur, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Kraftfahrzeugmechatroniker sowie Maler und Lackierer. Eine wichtige Rolle spielen auch Kaufmann im Einzelhandel und Verkäufer. Ein überdurchschnittlich hoher Anteil - über 60 Prozent - an Lehrlingen mit Hauptschulabschluss finden sich in den Berufen Fachverkäufer im Nahrungsmittelhandwerk, Bäcker sowie Maler und Lackierer.
Viele Jugendliche ohne allgemein bildenden Schulabschluss werden als Hauswirtschaftshelfer, Werker im Gartenbau, Bau- und Metallmaler sowie Beikoch ausgebildet. Darüber hinaus haben sie auch Chancen im Handwerk, etwa als Maler und Lackierer, Friseur sowie Metallbauer. Rund 36 Prozent der Jugendlichen ohne Schulabschluss konzentrieren sich auf zehn Berufe.
Das Berufswahlspektrum der Realschüler ist größer: Auf die zehn beliebtesten Berufe kommen etwa 37 Prozent. Sie stellen zusammen mit den Berufsfachschülern mit knapp 46 Prozent die größte Azubigruppe im dualen System. Die Mehrheit der Lehrlinge im öffentlichen Dienst, in den Freien Berufen sowie im Bereich Industrie und Handel verfügen über einen Realschul- oder vergleichbarem Abschluss. Im Handwerk sind es weniger als ein Drittel. Zu den beliebtesten Jobs der Realschüler gehören kaufmännische Berufe, Industriemechaniker, Kraftfahrzeugmechatroniker und Koch. Frauen interessieren sich auch für eine Ausbildung in den Freien Berufe, und zwar für die medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte.
Jugendliche mit (Fach-)Abitur stellten 2006 knapp 16 Prozent aller Lehrlinge, die einen Ausbildungsvertrag im dualen System neu abgeschlossen hatten. Sie erlernen fast ausschließlich Berufe aus dem kaufmännischen und Büro-Bereich oder werden Fachinformatiker.
Junge Männer und Frauen wählen ihren Beruf tradionell und in engem Spektrum
Es gibt 344 anerkannte Ausbildungsberufe. Trotz der Fülle an Möglichkeiten, erlernen knapp 53 Prozent aller weiblichen Azubis zehn Berufe. Sie lassen sich nach wie vor in typischen Frauenjobs ausbilden. Die Top Ten sind: Bürokauffrau, Kauffrau im Einzelhandel, medizinische Fachangestellte, Friseurin, zahnmedizinische Fachangestellte, Industriekauffrau, Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Kauffrau für Bürokommunikation, Verkäuferin und Hotelfachfrau.
Bei den männlichen Lehrlingen ist die Konzentration weniger ausgeprägt: Rund 37 Prozent erlernen zehn Berufe. Und zwar: Kraftfahrzeugmechatroniker, Industriemechaniker, Kaufmann im Einzelhandel, Elektroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und
Klimatechnik, Koch, Metallbauer, Kaufmann im Groß- und Außenhandel, Maler und Lackierer sowie Mechatroniker.
Quelle: Berufsbildungsbericht 2007 des Bundesbildungsministeriums (pdf)
Detaillierte Infos bietet der Berufsbildungsbericht 2007 des Bundesbildungsministeriums (Übersichten 2.2.1/3-6).